Erntedank-Gottesdienst in der Johanniskirche

Erntedank

Sonntag, 02. Oktober 2016, 10.00 Uhr, Johanniskirche

Gottesdienst mit Pfarrer Daniel Baumann

Erntedankspenden, Schmuck für unseren Erntedankaltar:

Wie im letzten Jahr wird unser Erntedankaltar von der Gemeinde selbst bestückt, wir bitten Sie herzlich, etwas mitzubringen ! 
Die Spenden können direkt vor dem Gottesdienst ab 9.30 in der Kirche abgegeben werden.

9. Oktober: Keimling-Gottesdienste im Gemeindehaus ...

Kinderkirche... für Kinder und ihre Familien. Ihr seid herzlich eingeladen !
Wir sitzen im großen Kreis, singen, beten, sehen und hören eine Geschichte, basteln und feiern. 
Die Eltern der Keimling-Plus-Kinder sind zum Gottesdienst in anderer Gestalt in die Kirche eingeladen.
 
• KEIMLING mit Eltern (0-5 Jahre, halbe Stunde)
• KEIMLING-Plus (Grundschulkinder, eine Stunde)
 
Anschließend gemütlicher Brunch mit allen Gruppen im Gemeindesaal: "bring and share".
 
09. Oktober, 10 Uhr
Gemeindehaus Luisenstraße 53, Zugang über das große Hoftor an der Marienstraße.
 
 
Nächste Keimling-Termine:
13.11., 11.12.2016
 
 

Willkommen, Herr Pfarrer Daniel Baumann !

Daniel Baumann

 

LIEBE GEMEINDE,

"Alles Leben ist Begegnung", so lautet ein Ausspruch Martin Bubers. Zusammen mit dem Bild des "auf dem Weg seins" trifft er ganz gut auf mein Leben zu.

Geboren in Freiburg und aufgewachsen mit vier jüngeren Geschwistern, habe ich mich schon gleich nach dem Abitur auf den Weg gemacht. Dieser führte mich zunächst als "Auslandszivi" in die israelische Jugendbegegnungsstätte Beit Rutenberg nach Haifa. Dort begleitete ich u.a. deutsche Jugendgruppen durchs Land und durfte vielen interessanten Menschen begegnen.

Nach ersten Studienversuchen in Geschichte, Politik, Germanistik und Englisch in Freiburg, verbrachte ich dann ein knappes Jahr in der Kommunität Gnadenthal (Jesusbruderschaft). Auch hier erlebte ich intensive Gemeinschaft. Das gemeinsame Leben im Brüderhaus und das Arbeiten auf dem Bau, die Gebets- und Mahlzeiten und der Austausch mit den Brüdern waren eine große Bereicherung für mich.

Nach einem weiteren Jahr Israel, dann als Volontär und nochmal in Haifa, begann ich in Bethel/Bielefeld eine Ausbildung zum Diakon. Unser Kurs hatte eine eigene Internatsetage: Beten, Lernen, Arbeiten, Essen und Feiern, alles erlebten wir miteinander. Die Begegnungen mit den Menschen mit Behinderungen in Bethel habe ich in besonders lieber Erinnerung: Beeindruckt hat mich sehr oft deren Lebensfreude und Unmittelbarkeit, wo wir vermeintlich Gesunden oft sorgenschwer durch unser Leben gingen.

Die Erfahrungen in Israel, im Kloster und in der Diakonengemeinschaft Nazareth waren rückblickend sicher wichtige Wegbereiter für meinen, mit damals 26 Jahren, recht späten Entschluss doch noch einmal zu studieren, diesmal Theologie. Begonnen habe ich in der Kirchlichen Hochschule Bethel, im Hauptstudium bin ich dann zunächst nach Münster in Westfalen und schließlich nach Heidelberg weitergezogen.

Endlich hatte ich nun "Meins" gefunden; die Theologie bereitete mir große Freude, es ging zügig vorwärts und 2011 habe ich an der Heidelberger Uni mein Erstes Examen abgelegt. Als Lehrvikar in Herbolzheim war ich dann für zwei Jahre in Südbaden. Das war ein wunderbarer Ort den Pfarrberuf praktisch zu erlernen, denn die Gemeinde blühte kräftig auf: zu den altbewährten waren neue Gottesdienstformen entstanden, Hauskreise wuchsen, Gemeindefreizeiten wurden rege besucht und der gemeinsame Wunsch ein neues "Haus der Begegnung" zu bauen mobilisierte viele Kräfte.

Nach meiner Ordination im September 2013 führte mich mein Weg abermals ins Heilige Land, diesmal als Pfarrer im Probedienst an die Erlöserkirche in der Jerusalemer Altstadt. Wieder stand dieses Jahr im "Nabel der Welt" ganz im Zeichen vieler Begegnungen. Neben regelmäßigen Gottesdiensten und Mittagsandachten, ökumenischen und interreligiösen Veranstaltungen, war ich vor allem in der Arbeit für deutsche Volontäre aktiv, mit vielen Exkursionen, Volleyballspiel und fröhlichen Festen.

Meine letzte Station im Probedienst war dann bis jetzt die Evangelische Kirchengemeinde in Bühlertal-Ottersweier-Altschweier-Neusatz-Sand, nahe Bühl. Hier nahm ich in vollem Umfang alle Aufgaben eines Gemeindepfarrers war, mit vielen Gottesdiensten an den drei Predigtstätten, mit ökumenischen Begegnungsabenden und viel Zeit "auf dem Weg" im Auto zwischen den verschiedenen Orten der Kirchengemeinde.

Mit so vielen Wegen und Begegnungen im Rücken, blicke ich nun gespannt nach vorne und freue mich schon auf die Begegnungen mit Ihnen persönlich und das Kennenlernen der Gemeinde Johannis-Paulus in der Südstadt. Mit meiner 50%-Stelle, die auf ein Jahr befristet ist, trete ich seit dem 01. September 2016 auch in die Fußstapfen von Pfarrer Andreas Guthmann. Das heißt, ich werde vor allem in den Bereichen Verkündigung, Kasualien, Schulunterricht und Kontakt zum Kindergarten aktiv sein.

Bei allem Tun und Lassen im Leben einer Gemeinde habe ich gute Erfahrungen machen dürfen, offen zu sein für Begegnungen, für Neues und sich gemeinsam ein Stück auf den Weg zu machen, miteinander und mit Gott.

In diesem Sinne freue ich mich schon Sie beim Gottesdienst oder irgendwo zwischen Indianerbrunnen und den Kirchentreppen kennen zu lernen!

Ganz herzlich,

Ihr Pfarrer Daniel Baumann

PS: Ich bin mittlerweile 37 Jahre alt, singe gern im Chor, spiele leidenschaftlich Volleyball, wandere an freien Tagen gerne durch den Schwarzwald und koche gerne (aber nur, wenn auch viele mitessen).

Geöffnet: Café DIA - Das Vesperkirchen-Café in der Johanniskirche

Seit dem 15. Juni 2016 ist das "Café DIA" in der Johanniskirche geöffnet.cafe dia

Der Vorraum der Kirche wurde mit Kuchentheke, Tischen, warmem Licht, Heizung und Teppichen zu einem behaglichen Ort gestaltet, an dem man sich mit Kaffee und Kuchen (zusammen 1 Euro), Spielen, Gesprächen und Lektüre gut aufhalten kann.

Jeden Freitag können die Gäste an einer Andacht teilnehmen (11 Uhr). Vom Café sollen weitere Projekte wie Kurse, Tutorien oder Gesprächskreise ihren Ausgang nehmen.

Das gemeinsame Projekt von Gemeinde und Diakonischem Werk Karlsruhe führt die Vesperkirche über das Jahr mit ehrenamtlichen MitarbeiterInnen in anderer Form weiter. Es soll Ansatzpunkt und Willkommensort für die Gemeinde, Südstadt und diakonische Arbeit am Werderplatz sein.

Schauen Sie vorbei. Geöffnet Mittwoch und Freitag, 9.30-12.30 Uhr.

Jeden Freitag um 11 Uhr gibt es einen geistlicher Impuls mit einer Segnung durch Handauflegen.