Johannis-Paulus-Gemeinde Karlsruhe Südstadt


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März

Monatsspruch

In Gott geborgen
Haben Sie schon einmal ein Kloster besucht? Sie öffnen die schwere Eingangstür. Es ist still. Sie blicken durch den Kreuzgang auf den ruhigen Innenhof. Ihre Schritte führen Sie vorbei an den Arkaden. Das Sonnenlicht wechselt seine Strahlen. In dieser Situation kann meine Seele zur Ruhe kommen. Und die starken Wände erinnern an eine Burg, in der ich Schutz finden kann.
Das hat der Psalmbeter unseres Monatsspruchs gemeint, wenn er seinen Psalm so beginnt: "Gott ist der Fels und die Burg, wo ich in Sicherheit bin. Wie sollte ich da wanken??". Und Gott ist der, bei dem unsere Seele zur Ruhe findet. Im Gedränge des Alltags kommen wir nicht zur Ruhe. Wir möchten still werden.

Doch wenn alle Geräusche aufgehört haben, wenn um uns herum alles still ist, dann geraten wir manchmal in Panik. Und wir gehen der Stille aus dem Weg. Der Psalmbeter weiß genau, wo wir allein zur Stille finden: in Gott. "In Gott allein wird meine Seele still. Bei Gott allein kommt meine Seele zur Ruhe." Gott ist nicht nur die Burg, in der ich mich geborgen fühle, geschützt vor der Lautstärke von außen.
Gott ist auch der Raum der Stille, in den ich eintreten kann, damit meine Seele still wird. Anselm Grün unterscheidet in einer Betrachtung zu Psalm 62 zwischen Stille und Schweigen. Schweigen bedeutet: Ich verbiete mir das Reden. Stille ist vorgegeben. Eine Kirche, ein Kloster ist ein Raum der Stille. Der Wald ist still. Wenn Stille eintritt, ist der Raum voll von Gott. Allein dort, kommt meine Seele zur Ruhe

Erich Franz



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