Johannis-Paulus-Gemeinde Karlsruhe Südstadt


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Mai

Monatsspruch

Gedanken zum Monatsspruch Mai 2011


Zur Hoffnung berufen - Gottes Freundlichkeit

Friede, Freude, Eierkuchen - ist das etwa eine Konfliktlösung? Natürlich nicht. Paulus weitet Streithähnen den Blick: Weg von den Nebenschauplätzen, hin zu Gott, der jede und jeden so annimmt, wie sie oder er ist. Dadurch kommt wieder Fahrt in die festgefahrene Gemeindesituation. Der dänische Philosoph Sören Kierkegaard hat dazu ein anschauliches Beispiel erzählt:

Monatsspruch Mai 2011


Der Gott der Hoffnung aber erfülle euch
mit aller Freude
und Frieden im Glauben,
dass ihr immer reicher werdet
durch die Kraft des heiligen Geistes.


Römer 15, 13


Ein reicher Mann hatte sich für viel Geld zwei ausgezeichnete Pferde gekauft, die er selbst als Kutscher fahren wollte. Zwei Jahre waren vergangen, da waren die Augen der schönen Pferde matt, und ihr Gang war ohne Eleganz. Sie waren störrisch geworden und trotz des guten Futters abgemagert. Da ließ der reiche Mann den Kutscher des Königs kommen. Der fuhr sie einen Monat lang, und es gab in der ganzen Gegend kein Paar Pferde, das so willig und geschmeidig gefahren wäre. Woran das lag? Der reiche Mann kutschierte, ohne selbst Kutscher zu sein, der königliche Kutscher dagegen fuhr sie als ein Kenner, der weiß, wie man mit Pferden umzugehen hat. Es macht also einen Unterschied, wer die Zügel führt, eine Gemeinde leitet. Versuchen wir selbst unser Miteinander zu gestalten, können wir uns schnell verhaken und verkeilen.

Öffnen wir uns aber für die Freundlichkeit und Seelsorge Gottes, dann wird das Miteinander lebendiger und fröhlicher. Die Bitte eines alten Pfingstliedes ist nach wie vor aktuell:

O komm, du Geist der Wahrheit, und kehre bei uns ein,
verbreite Licht und Klarheit, verbanne Trug und Schein.
Gieß aus dein Heilig Feuer, rühr Herz und Lippen an,
dass jeglicher Getreuer dein Wort bekennen kann.


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