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Monatsspruch
Rückhalt und Stärke -
In Anfechtung fallen
Ich stelle mir einen Fechtkampf vor: Der Stärkere drängt seinen Gegner in die Ecke, er bedroht ihn, sticht mit der Waffe nach ihm. Es scheint nur noch eine Frage der Zeit, wann er den Kampf mit einem letzten Schlag beendet. Und der Gegner? Ihm werden die Knie weich, der Boden unter seinen Füßen wankt. Jesus ist angefochten, er ahnt, was auf ihn zukommt: Seine Gegner sind auf dem Weg, um ihn gefangen zu nehmen. Dann warten Verurteilung, Verspottung und der Tod auf ihn. Die Lage ist ernst, Jesus braucht Hilfe. Er wendet sich an die Jünger. Doch er bittet sie nicht um Waffen, sondern ruft ihnen zu: "Wachet! Und betet!" Fast klingt es wie ein Befehl. Wie kann man es schaffen, stark zu bleiben, wenn man angefochten ist? Wenn man durch einen schweren Kampf oder ein dunkles Tal muss und das Gefühl hat, Gott habe einen vergessen?
Foto: pixelio.de /pgm
Jesus, be a fence all around me every day!
Wie gut, wenn dann andere da sind. Menschen, die bei mir bleiben, die sich nicht in die Ecke drängen lassen, sondern standhalten. Die hellwach sind für das, was mir helfen kann. Menschen, die weiterglauben, weiterbeten. Die Rückhalt suchen bei Gott und so mich halten. Die sich von ihm stärken lassen und so mich stärken. Angefochtene hindurchtragen durch ihre Kämpfe: Das ist eine Aufgabe der Glaubensgemeinschaft. Standhalten, wachen und beten, den ganzen schweren Weg hindurch. Jesus vor Augen haben und gegen allen Augenschein weiterhoffen: Am Ende steht Gott und wartet mit neuem Leben auf uns.
(Tina Willms)